Häufig gestellte Fragen

Lernen denn die Kinder auch Lesen und Schreiben an der KöJu? 

Wir unterrichten das Fach Deutsch täglich im Klassenunterricht und in manchen Stufen zusätzlich mehrfach wöchtentlich in homogenen Lerngruppen.

Manche Schülerinnen und Schüler schaffen es in ihrer Schulzeit, fremde Texte lesen zu können. Andere lernen, Ganzwörter zu lesen, oder einzelne Silben zu synthetisieren. Wieder andere lernen Grapheme, Phoneme zuzuordnen und damit Anlaute zu lesen. Wir haben aber auch Schülerinnen und Schüler, die finden in der gesamten Schulzeit keinen Weg zur Schriftsprache.

Welche Schulabschluss machen die Schülerinnen und Schüler?

Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung können  weder an der Förderschule, noch an einer „inklusiv“ arbeitenden Regelschule einen qualifizierten Schulabschluss erwerben. Sie verlassen nach Ende der Schulpflicht die Schule mit einem Abgangszeugnis und haben dann Anspruch auf spezielle berufliche Eingliederungshilfen.

Wie wird der sonderpädagogische Förderbedarf festgestellt?

Sollte zu Beginn der Schulpflicht ein sonderpädagogischer Förderbedarf Geistige Entwicklung von Ihnen, der Schulärztin oder der Schulleitung der zuständigen Schule vermutet werden, wird ein „Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfes“ eingeleitet. Sonderpädagogen und Grundschulkollegen lernen das Kind kennen, sprechen mit Ihnen, ggf. den Kollegen in der Frühförderung und testen ggf. das Kind. Wird ein sonderpädagogischer Förderbedarf Geistige Entwicklung detailliert festgestellt, wird Ihnen das von den GutachterInnen erläutert.

Muss ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf an die Förderschule?

Nein! Die Förderschule Geistige Entwicklung ist nach dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz ab dem Schuljahr 2014-2015 eine Angebotsschule. Sie ist ein föderschulisches Bildungsangebot mit gebündelten multiprofessionellen Kompetenzen und Strukturen, die ganz besonders auf die Lebens- und Lernbedürfnisse von Kindern mit einer Geistigen Entwicklung zugeschnitten sind und mit differnzierten, individuellen Lernangeboten, die als ganzheitlich verstandenes Bildungsangebot konzipiert sind.

Für Informationen über andere (integrative) Förderorte für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf in Bonn schauen Sie unter: www.bonn.de/bildungsberater (Teil 1)

Einmal Förderschule immer Förderschule?

Nein! Die Entscheidung ein Kind unserer Schule einzuschulen bedeutet nicht, dass die Schülerin/der Schüler auch bei uns die komplette Schulpflicht erfüllen muss. Sollten sich individuelle Bedarfe oder Vorstellungen über die eingeschlagene Schullaufbahn ändern, so beraten wir Sie gerne!

Dies gilt auch für den umgekehrten Weg! Einige Eltern entscheiden sich erst nach der Grundschule für die Förderschule.

So oder so kooperieren wir mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Schulen, um einen guten schulischen Übergang gemeinsam für das Kind zu meistern.